Stansted Airport

Nach unseren tollen Nachttour, die uns nach der Tower Bridge zu Fuß quer durch London zur Liverpool Street Station führte, da wir
1. eine Toilette suchten und wussten, das dort eine war.
und 2. von dort aus mit dem Bus zum Flughafen nach Stansted fahren konnten/ wollten.

Dort angekommen, mussten wir dann erstmal feststellen, dass in London nachts quasi alles zu ist. Selbst dieser Bahnhof – ergo keine Toilette, aber frau trainiert ja gerne die Blase. Und so tigerten wir dann vor dem Gebäude hin und her und fragten uns – und schließlich auch irgendwelche Menschen – wo nun unser Bus fahren sollte, den wir dann möglichst schnell nehmen wollten. Endgegen aller Logik – ausgehend vom Alphabet – fanden wir die Stelle, an der unser Bus fahren sollte, dann auch noch am letzten Ende auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes.

So gegen 4 kamen wir dann also viel zu früh am Flughafen an und mussten feststellen, dass wir uns wohl irgendwo auf den Boden setzen mussten. Überall lagen dort schlafende Menschen rum, die auf den Bänken dann direkt mal vier Sitzplätze in Anspruch nahmen – wenn man beachtet, dass sich an deren Fußende wohl auch keiner hinsetzen möchte, sogar fünf.

Wir saßen dann also (äußerst unbequem) vor irgendeinem Check-In-Schalter gegenüber einer Fotobox. Aus purer Langeweile entstand dann folgendes Foto mit völlig falschen Einstellungen (Unterbelichtung), die ich noch von der Nachttour drin hatte. Ich fand es jetzt aber irgendwie doch ganz cool, sodass ich es direkt mal so beibehalten habe.

Das Dach dort fand ich sowieso ziemlich cool. Nur leider war ich zu faul, zu müde, was auch immer, mich mal besser unter einem solchen Teil zu platzieren,um ein schönes supersymmetrisches Foto zu erhalten.

Zum Glück verging die Zeit dann auch gar nicht sooo langsam, sodass wir bald zur Gepäckabgabe schreiten konnten, wo wir allerdings uch noch eine halbe Ewigkeit standen. Anschließend durch die Sicherheitskontrolle. Und die hat dann so richtig Spaß gemacht. Ich habe gepiept – Juhuu! – und dann wurde ich natürlich erstmal von oben bis unten begrabbelt. Ich fand es auch interessant, dass dieses Handpiepding in Höhe meiner Knie Laute von sich gab und habe schon sonst was gedacht.

Nachdem dann auch ich durch die Sicherheitskontrolle durch war – btw. kein Wunder, dass das da so lange gedauert hat, wenn die jeden so intensiv begrabbeln, der piept – freuten wir uns erstmal, dass wir an einem richtigen Flughafen waren. So mit Läden und so xD
Obwohl so richtig gefreut habe ich mich gar nicht. Meine Füße taten so dermaßen weh, dass ich am Liebsten nur noch gesessen hätte. Man konnte mich dann aber doch noch überzeugen mitzugehen, sodass ich mich noch mit Wasser und KitKat eindeckte und mir dann auch noch ein Ich-trage-es-rund-um-die-Uhr-Erinnerungs-Armband kaufte.

Als dann endlich auch mal da stand, an welchem Gate unser Flieger ging, setzen wir uns in die Flughafen-Bahn – ja richtig, man fährt mit ’ner Bahn zum Gate. Das Ganze war irgendwie so eine Mischung aus U-Bahn und Achterbahn :D

London by Night

Schon bei unserer Ankunft im Hostel hatten wir die letzte Nacht gecanceld (schreibt man das so?), da wir schon sehr früh wieder los mussten und sich das überhaupt nicht gelohnt hätte, das noch zu bezahlen. Später haben wir dan nauch noch festgestellt, dass wir von dort aus nachts auch gar nicht weggekommen wären – außer zu Fuß.
Unsere Koffer haben wir morgens also erstmal zur Liverpool Street Station gerbacht, wo man die abgeben konnte. Spätestens um 11 mussten die dort aber wieder abgeholt werden. Wir holten die schon früher, da wir usn dachten wir könnten noch eine Nachttour mit dem Bus mitmachen, die um 23:05 Uhr starten sollte.
Mit unseren Koffern ging es dann los zum entsprechenden Treffpunkt. Merkwürdigerweise waren wir dort die Einzigen, was aber ja noch nichts heißen musste. Als dann der Bus ankam, stiegen dort ganz viele Menschen aus und der Guide erklärte uns nun erstmal, dass dies eben die letzte Tour gewesen wäre, der Flyer falsch gedruckt wurde und sie die späten Touren nur im Sommer machen würden. Steltl sich ja nur noch die Frage, wann dort der Sommer beginnt, aber okay. Leicht angepisst entschieden wir uns dazu, die U-Bahn noch so lange zu nutzen wie möglich und unsere eigene Nachttour zu machen. Zwar haben wir nicht so viele Sehenswürdigkeiten abklappern können wie der Bus, aber dafür konnten wir auch ganz in Ruhe und aus ganzen anderen Positionen fotografieren. Die Füße freuten sich nicht so sehr, aber ansonsten war es doch ganz cool, durch die deutlich leereren Straßen zu laufen (mit Koffer) und auch in den U-Bahnen hatte man nun endlich freie Sitzplatzwahl, wo man sich sonst teilweise direkt vor/hinter die Tür quetschen musste, um überhaupt noch mitzukommen.





Nur ein kleiner Hinweis

Es regnete in Strömen und wir mussten unsere Planung für den Sonntag ein wenig umschmeißen. Ins Hard Rock Café sollte es zwar sowieso gehen, aber eigentlich wollten wir uns auch noch in den Hyde Park chillen. Stattdessen saßen wir dann vor’m Hard Rock Café unter’m Dach in der Kälte, da es drinnen schon völlig überfüllt war.

Da fiel un dieser kleine Hinweis besonders auf.

Natural History Museum

Wie schon erwähnt finde ich das Natural History Museum schon allein wegen des Gebäudes wirklich sehenswert. Die Ausstellungen fand ich teilweise ganz interessant, aber einiges auch nicht so besonders spannend. Dazu ist es eventuell noch gut zu wissen, dass wir uns nicht alles angeguckt haben. Das Museum ist wirklich riesig und da hatten wir irgendwann keine Lust mehr. Da der Eintritt aber sowieso nichts kostet – man kann halt freiwillig etwas spenden – lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.




Project Dance

Der Zufall wollte es so, dass an der City Hall noch mehr los war, als die bloße Existenz des Gebäudes. Und so ergab sich die perfekte Gelegenheit zur Nutzung der Videofunktion meiner Kamera. Die Größe der Videos war dann aber doch etwas schockierend. Die Videos fressen den Speicher nur so auf, sodass die verbleibende Anzahl an Fotos erschreckend stark sank. Und ihr wollt auch gar nicht wissen, wie viele Stunden es nun gedauert hat, dieses eine Video hochzuladen.

Upload-Fortschritt: 5%
Restzeit ca. 646 Min. …

Ich muss es euch aber zeigen, weil ich’s toll finde. Die Musik ist wunderschön und der Auftritt dazu ebenfalls.

Edit: Leider sehe nur ich (und Menschen aus anderen Ländern als Deutschland) das Video.
Eine Möglichkeit mit schlechterer Bildqualität, aber um es überhaupt zu sehen, ist http://hidemyass.com/ Dort könnt ihr dann youtube.com eingeben und dann dort in die YT suche „project dance london 2011“ und dann müsste das 5. Video meins sein.

Stomp

Am dritten Tag – oder eigentlich auch schon vorher – dachten wir uns, wir könnten uns auch mal ein Musical gönnen und so fuhren wir zum Leicaster Square, wo es jede Menge Ticket Shops gibt, die Karten für Vorstellungen am selben Tag für den halben Preis verkaufen.
Wir mussten dann feststellen, dass es Sonntags keine besonders große Auswahl gibt und entschieden uns schlussendlich einfach mal für Stomp. 8 Menschen machen mit Müll bzw. ganz normalen Alltagsgegenständen Musik.
Da gibt es zwar keine durchgehende Geschichte, wie man es sonst von Musicals kennt, aber in gewisser Weise hat es doch eine Story und ist teilweise auch wirklich lustig und insgesamt wirklich unterhaltsam. Toll fand ich auch, dass das Publikum teilweise auch integriert wurde, sodass man nicht die ganze Zeit nur als passiver Zuschauer dasaß.

Hat sich wirklich gelohnt und die Tickets zum halben Preis kann ich dementsprechend auch nur empfehlen. Mal abgesehen davon, dass ich ganz am Rand saß, waren unsere Plätze wirklich gut, sodass man durch den halben Preis nicht auch gleich den allerletzten Platz in der hintersten Ecke bekommt.

Hier mal so ein paar Eindrücke, die ich auf YouTube gefunden habe. Ist live aber auch noch mal etwas ganz anderes^^