Ein Jahr wie eine Ewigkeit

Ohne Titel

Heute vor einem Jahr steckte ich in den letzten Wochen meiner Ausbildung. Heute vor einem Jahr steckte ich mitten in meiner allerletzten Berufsschulwoche. Heute vor einem Jahr saß ich zuletzt mit zwei Klassenkameradinnen an diesem See. Und die Zukunft vor mir lag noch völlig offen.
Ich habe oft das Gefühl, dass die Zeit unfassbar schnell vergeht. Abgesehen von den Prüfungen bin ich nun schon fast mit meinem zweiten Semester im Studium durch und auch wenn ich das kaum glauben kann, habe ich nicht das Gefühl, dieser Tag vor einem Jahr wäre erst gestern gewesen.
Es ist viel passiert in diesem Jahr. Ich habe viele neue Dinge getan, gesehen, erlebt und so beschleicht mich das Gefühl, dass dieser Tag vor einem Jahr schon eine Ewigkeit her ist.

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Und am Ende bleibt doch die Frage: Wer hat an der Uhr gedreht? Und was macht er mit meinem Zeitgefühl? Ist das nicht verrückt?

Grillen bis in den Weltuntergang

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Es war ein legendärer Abend im Mai. Das Wetter war zwar im Vorhinein schon nicht besonders überzeugend, da immer wieder dichte Wolken durchzogen, aber es hielt sich und blieb trocken.
Überhaupt ist man ja nicht aus Zucker und der Grillabend am See fand natürlich wie geplant statt.
Am Anfang war auch alles schön. Der See hatte einen angenehm nordischen Wellengang, wir aßen die ersten Erdbeeren des Jahres, grillten und hatten halt unseren Spaß.

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In der Zwischenzeit legte sich die berühmte Ruhe vor der Sturm über den See.
Um uns herum zogen dichte Wolken auf, in der Ferne sah man die Regenschauer auf die Erde prasseln und auch Donner und Blitze blieben nicht aus. All das beobachteten wir sehr fasziniert und begeistert.
Bis, ja bis es ganz plötzlich genau über uns war.
Erst sahen wir die Regentropfen vor uns auf den See einschlagen und kaum eine Sekunde später spürten wir sie auch auf uns. So schnell wie es nur ging, packten wir all unsere Sachen zusammen und liefen los.
Starkregen samt Hagel prasselte auf uns ein und wir hatten überhaupt keine Chance auch nur annähernd trocken aus der Sache rauszukommen. Umso lustiger die ganze Geschichte, wie wir durch den Regen tanzten und anschließend pitschnass im Auto saßen.

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The End Is Near

The End Is Near

[356] Perfektes Frühlingswetter

[356] Pleasant Day18-35mm | 35mm | f/1.8 | 1/2000s | ISO 100

Das Wetter war so wunderwunderschön und das habe (leider) nicht nur ich so empfunden. Gefühlt die ganze Stadt lief am See entlang, sodass da überhaupt kein Durchkommen war. Echt schrecklich. Kam mir schlimmer vor als zur Hauptzeit aufm Weihnachtsmarkt – und ich hasse schon überfüllte Weihnachtsmärkte xD

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[342] Sonnenuntergang überm Fluss

[342] Sundown On The Water18-35mm | 35mm | f/4 | 1/500s | ISO 200

Obwohl das Wetter wirklich schön war, kam ich nicht ausm Knick, hätte aber ja sowieso nicht gewusst, was ich fotografieren soll. So bediente ich mich wieder am Sonnenuntergang und bin mit der Lösung eigentlich auch sehr zufrieden.

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[338] Wasservögel

[338] HigherMakro | 100mm | f/7.1 | 1/1250s | ISO 200

Ich habe endlich mal wieder die Motivation gefunden, nach der Schule an den See zu gehen, um dort Fotos zu machen.
Man merkt aber inzwischen auch schon richtig, dass es wieder länger hell ist, sodass ich generell schon weniger Probleme mit dem Licht hatte.
Dazu kam dann sowieso noch super schönes, sonniges Wetter und früher Schulschluss, auch wenn es dafür Hausaufgaben gab. Die können ja schließlich noch erledigt werden, wenn es dunkel ist.

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[303] Mittwochs-Ausflug

[303] PowerWeitwinkel | 10mm | f/5.6 | 1/250s | ISO 100

Das Wetter blieb auch am Mittwoch auf meiner Seite und ich machte mich mit dem Fahrrad über einen Feldweg auf, den ich mal zu Fuß entdeckt hatte. Diesmal fuhr ich ihn also bis zum Ende, kam auf einen Weg, zu dem ich sonst immer einen großen Umweg nahm und radelte dann mal weiter in unbekannte Richtung. Zunächst noch mit Zweifeln, ob ich dank mangelndem Orientierungssinn irgendwann den ganzen Weg wieder zurück fahren müsste, um nach Hause zu finden, die sich dann jedoch ganz plötzlich in Luft auflösten, als ich wieder wusste, wo ich war.

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[292] Ab durch die Hecke

[292] Lonely Tree50mm | f/2.2 | 1/320s | ISO 100

Manchmal ist es schon lustig, wo man so landen kann, wenn man einfach so losläuft und nach irgendwelchen Motiven sucht. So lief ich entlang des Flusses, der nach dem Hochwasser wieder in sein Bett zurückgefunden hatte, auf einer Weide lang und stiefelte irgendwann quer durchs Gebüsch und über irgendwelche spärliche Trampelpfade, die ich noch nie gegangen war.
Die mega Entdeckung konnte ich dort zwar auch nicht machen, aber war mal etwas anderes^^

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[291] Fischbeker Heide und Hamburg bei Nacht

[291] Hamburg by NightWeitwinkel | 20mm | f/14 | 30s | ISO 100

Nachdem ich am 1. Januar gefühlte Fotopause hatte – es ist einfach soo schön, wenn man sein Foto schon kurz nach Mitternacht macht und sich dann zwischen dem nächsten Aufstehen und anschließendem Schlafengehen keine Gedanken um ein Foto machen muss – ging es am 2. gemeinsam mit Pim endlich mal wieder auf eine größere Tour.

Auch wenn wir im Vorfeld noch andere Ideen hatten, wo man hinfahren könnte, ging es mal wieder nach Hamburg.

Nachdem ich erstmal verschlafen hatte – ich schwöre, dass mein Wecker gestreikt hat und ich ihn nicht überhört habe – starteten wir dann eine Stunde später als ursprünglich geplant. Als erstes Ziel stand die Fischbeker Heide auf dem Plan, in der Pim schonmal bei wahrlich traumhaftem Wetter war – hier findet ihr Teil 1 von 4 ihrer damaligen Serie.

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So viel Glück sollten wir diesmal leider nicht haben. Es war eher grau, kalt und unfassbar windig. Ab und zu schaute tatsächlich mal die Sonne vorbei – immerhin was, wo es nach der Vorhersage doch den ganzen Tag hätte regnen sollen – aber wir standen sehr oft vor irgendwelchen potentiellen Motiven mit den Worten „Wenn jetzt Nebel wär…“
War aber eben nicht und wir bemühten uns, das beste aus dem zu machen, was wir eben vorfinden konnten.

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Durch Fischbek führte uns dann der Weg zur S-Bahn-Station, um nach Hamburg rein zu fahren. Unterwegs fanden wir in den Vorgärten noch etwas Farbe, die auch mitgenommen werden musste.

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Nachdem wir irgendwann dann auch mal den Bahnhof gefunden hatten, saßen wir dort gefühlt mindestens eine halbe Stunde, obwohl auf Anzeige bei unserer Ankunft was von 8 Minuten stand.
Als wir dann endlich in der warmen Bahn saßen, merkten wir auch, wie durchgefroren wir wirklich waren, fuhren bis zum Jungfernstieg und suchten in der völlig überfüllten Europapassage erstmal etwas zu essen – und Wärme.

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Nach der Stärkung und einem Durchgucken der bis dahin entstandenen Fotos, trauten wir uns dann auch mal wieder in die Kälte mit dem Vorhaben uns in Sachen Nachtfotografie auszutoben. Fotografiert wurde rund ums Rathaus, am neuen Wall, an der Alster und dort auf dem Weihnachtsmarkt, der immernoch geöffnet war.

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Von dort aus wollten wir als nächstes in die Hafencity und in die Speicherstadt, woraus dann aber nichts mehr wurde. Auf einmal hatte es angefangen zu regnen und wurde auch nur stärker, sodass wir uns erst wieder in die U-Bahn-Station zurückzogen, um dann zu beschließen, dass das sinnvollste wohl war, die Heimreise anzutreten. U-Bahn haben wir schließlich auch schon mal ausgiebig fotografiert und Lust hatten wir da sowieso nicht wirklich zu.

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[289] Graue Heimat

[289] HomescapeWeitwinkel | 13mm | f/8 | 1/25s | ISO 400

Weiter ging es mit dem norddeutschen Schietwedder. Ekliger Nieselregen begleitete meine perfekte Silvester-Grinch-Stimmung, die bis zum Nachmittag anhielt. Zwischendurch ging der Nieselregen, ich fotografierte verzweifelt olle Blümchen rund ums Haus, weil ich dachte, wenn ich mich einmal wieder hinsetze schaffe ich es doch nicht wieder raus, schaffte es dann aber doch.

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Das wollte ich dann doch nicht auf mir sitzen lassen und so zog ich nochmal los. Durch die grau-braune Landschaft…

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Zum Ende zeigte sich noch etwas Farbe am Himmel, aber da fehlte definitiv ein schöner Vordergrund, um ein wirklich gutes Bild daraus zu machen. Ist es nicht bekloppt, wie es dann nach Sonnenuntergang – wenn es einem schon total egal ist – aufklart?!

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