Bienvenue chez les Ch’tis

Auf dem Rückweg von Dunkerque machten wir unter anderem auch noch Halt in Bergues. Und Bergues ist nicht irgendeine Stadt im Norden Frankreichs, was man auch daran merkt, dass dort das Touristenaufkommen bedeutend höher ist, als in den übrigen Städten, die ich vorher so gesehen hatte. Und das obwohl es wirklich keine große Stadt ist. Grund dafür: In dieser Stadt spielt der Film „Bienvenue chez les Ch’tis“, zu deutsch: „Willkommen bei den Sch’tis“.

Hier mal der (deutsche) Trailer, für alle den ihn nicht kennen – auf französisch finde ich ihn aber besser.

Der Film „Rien à déclarer“ (zu deutsch „Nichts zu verzollen“) ist übrigens vom gleichen Drehbuchautor/ Regisseur und den fand ich auch nicht schlecht (habe ich in Frankreich auf DVD gesehen und dachte eigentlich der Film wäre schon älter), wobei ich auch hier finde, dass die französischen Originalstimmen viel besser passen als die deutschen Synchronstimmen.

Und hier nun ein paar Fotos.


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Kokowääh

Ein klasse Film. Schon alleine wegen Emma Schweiger sehenswert. Die ist einfach zuckersüß und spielt ihre Rolle wirklich fabelhaft. In der Hinsicht darf man von Til Schweiger allerdings nichts Neues erwarten. Der spielt im Prinzip die selbe Rolle, wie sonst auch immer. Das stört aber keineswegs. Zu lachen gibt es auch einiges und so ist Kokowääh definitiv ein empfehlenswerter Film.

Emmas Glück

Ein wunderschöner Film über die Liebe und den Tod, der auch keinen Halt vor dem Thema Sterbehilfe macht.
Die Liebesgeschichte ist auch keine 0/8/15-Standard-Geschichte, wie man sie sonst immer sieht und kommt ganz ohne großen Kitsch aus.
In ein paar Szenen kann man sogar lachen, weshalb der Film aber noch lange keine Komödie ist. Vielmehr wechseln sich diese Momente mit emotionaler Tragik ab.
Anstatt von großen Effekten lebt dieser Film von klaren Bildern und hervorragenden Schauspielleistungen, insbesondere natürlich von Jördis Triebel und Jürgen Vogel, welche die beiden Hauptrollen spielen.
Auch das typische Happy-End bleibt hier aus, was dem Film aber keinen Abbruch tut – ganz im Gegenteil.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist das etwas unrealistische Ende – ohne jetzt Details verraten zu wollen.

Hard to Be a God

oder deutsch: Es ist nicht leicht ein Gott zu sein.

Ein Film, den ich niemandem empfehlen kann oder möchte, aber ich musste ihn mir ansehen. In Seminarfach. Weil wir wohl sonst nichts zu tun haben und dieser Film der Lieblingsfilm unseres Lehrers ist. Und der ist wirklich ein eigenwilliger Mensch.

Gut zu wissen ist vorweg sicherlich auch, dass es sich um eine deutsch-russische (bzw. damalige Sowjetunion) Science-Fiction-Produktion aus dem Jahre 1989 handelt. Ist also schon ein wenig älter, was aber ja nicht zwangsläufig ein Indiz für einen schlechten Film sein muss.
In diesem Fall trifft es aber leider zu.

Der Film hat sogar eine Aussage, das muss man ihm lassen.
Es geht auf jeden Fall darum, dass die Menschen im dritten Jahrtausend friedlich miteinander auf der Erde leben, was sie auch nur dadurch geschafft haben, dass sie ihre Gefühle kontrollieren oder viel mehr unterdrücken und möglichst rational denken und handeln.
Auf irgendeinem anderen fernen Planeten entdecken die Menschen dann andere Menschen, die jedoch noch lange nicht so weit entwickelt sind und demnach wie im Mittelalter leben. Dort hauen sich die Leute tagtäglich gegenseitig die Köpfe ein, was nun die rational denkende Zivilisation für einen Test ausnutzt, in dem untersucht werden soll, inwiefern dieser „moderne“ Mensch noch in der Lage ist ähnlich brutale Züge anzunehmen. Zu diesem Zweck wird Anton alias Don Rumata von Estorien (oder so ähnlich) eine Kamera ins Auge transplantiert und auf dem entfernten Planeten abgesetzt.
Während er dann da auf diesem Planeten ist, wird sein Verhalten aus einem Raumschiff, dass um den Planeten kreist, beobachtet.
Don Rumata kann die schrecklichen Verhältnisse dort nicht ertragen, versucht etwas dran zu ändern und wird schließlich schon fast als Gott verehrt.

Während man sich diesen Film ansieht hat man das Gefühl, man würde sich volle zwei Stunden lang nur grauhaarige Menschen ansehen, die sich gegenseitig abmezeln.
Ab und zu rollen dann auch – im wahrsten Sinne des Wortes – mal Köpfe, aus denen mit „modernster Technik“ – teilweise gut erkennbaren Plastikschläuchen – in hohem Bogen Blut spritzt. Wahnsinnig gut gemacht sind auch die Szenen in denen das Raumschiff um den Planeten rotiert – als würde man eine Platte durch die Gegend schieben.
Schließlich kommt der Film dann aber auch mal zu einem Ende, das aber irgendwie doch sehr plötzlich kommt und extrem kurz ausfällt im Gegensatz zum Rest des Films.
Wirklich spannend ist das nicht und schön anzusehen erst recht nicht.
Die Idee, die hinter dem Film steckt ist sicherlich nicht schlecht, aber die Umsetzung ist es definitiv.

Für alle, die es jetzt trotzdem noch interessiert gibt es den Film sogar auf Youtube. Allerdings nur auf russisch – ich vermute zumindest, dass das russisch ist.

Viel interessanter als der Film selbst war es übrigens unserem Lehrer dabei zuzuschauen, wie er sich diesen Film ansah. Völlig begeistert konnte er sich kaum auf seinem Stuhl halten, weshalb er auch schon halb auf dem Tisch lag. Teilweise hat er sogar die Dialoge mitgesprochen.
Man könnte ihn wirklich so wie er ist in diesen Film packen und niemandem würde es auffallen.

Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Gestern im Kino gesehen und für gut befunden.Definitiv eher ein Teenie-Film. Also nicht besonders anspruchsvoll und teilweise wirkt die Story auch schon ziemlich unrealistisch. Aber mein Gott, was wären Filme, wenn sie von Anfang bis Ende realistisch wären…
Es gab auch eine Menge zu lachen, sodass es sich meiner Meinung nach definitiv gelohnt hat. Sehr gut gefallen hat mir auch die Musik, einmal von der fiktiven Band „Berlin Mitte“ (hat Ohrwurmfaktor), und auch sonstige Filmmusik.
Die Hautpdarsteller Anna Fischer alias Lila und Kostja Ullmann alias Chriz fand ich super sympatisch und beide haben ihre Rollen wirklich super gespielt.
Für mich persönlich war es auch ein Film, der ruhig noch zwei Stunden länger hätte dauern können. Wirklich von Anfang bis Ende ein sehr schöner, unterhaltsamer Film, der viele (sehr gute) Gelegenheiten zum Lachen bietet.
Lediglich die Kreisch-Szenen am Anfang fand ich schon ziemlich ohrenbetäubend und nervig.

Der Film könnte es auch gut irgendwann mal in mein DVD-Regal schaffen…

Und jetzt hätte ich bitte gerne meinen eigenen (aber bitte weniger erfolgreichen) Chriz, danke xD

Die Stadt der Blinden

Inhalt: In Fernando Meirelles‘ Verfilmung von José Saramagos Roman „Die Stadt der Blinden“ passiert es schnell und ohne Vorwarnung – eines Tages erblinden die Menschen einer ungenannten Stadt einer nach dem anderen. Niemand kennt den Grund, es passiert einfach, es scheint ansteckend zu sein, ein Seuche. Die Betroffenen werden in Quarantäne-Lagern zusammengepfercht und sich selbst überlassen, bis zu viele betroffen sind, irgendwann sind es alle. Eine einzige Frau behält ihr Augenlicht, doch sie sagt es nicht, um ihren Mann – einen Augenarzt – in das Lager begleiten zu können. Sie sollte den anderen gegenüber im Vorteil sein, aber sie muss ihr Geheimnis wahren, will sie nicht ihr Leben riskieren an diesem gesetzlosen Ort, wo sehr bald Chaos, Hass und Gewalt regieren.

Meine Meinung: Ich hatte vorher noch nie etwas von diesem Film gehört, aber für mich hatte sich die Story sehr interessant und spannend angehört, weshalb ich mir diesen Film kaufte.

Sicherlich ist die ganze Geschichte nicht besonders realistisch, aber darum geht es hier einfach nicht. Vielmehr geht es darum zu zeigen was mit den Menschen passiert, wenn einem eine solche Selbstverständlichkeit, wie eben das Augenlicht, genommen wird. Eben zu zeigen wie Menschen in solchen Ausnahmesituationen reagieren.

Der Film ist eher ein sozialkritischer Film, der zum Nachdenken anregen soll, als ein superunterhaltsamer Actionstreifen. Das war mir als ich ihn gekauft habe so auch nicht klar, aber er hat mir trotzdem gefallen.

Die Schauspielleistungen finde ich persönlich wirklich beachtlich. Ich fand sie alle sehr überzeugend. Auch die gesamte Athmosphäre kommt im Film durch Bild und Ton sehr gut rüber, sodass ich den Film insgesamt wirklich gelungen und fesselnd finde. Ich war auch nach dem Ende des Fiom immernoch voll in der Story drin, sodass er wohl wirklich gewirkt und sein Ziel erreicht hat.

Was ich allerdigns zu kritisieren habe, ist die Altersbeschränkung. Ob sie nun wirklich falsch ist, finde ich auch schwer zu beurteilen, aber teilweise dachte ich im Film wirklich, dass der auch gut ab 16 sein könnte und nicht schon ab 12. Also teilweise sind schon echt krasse Szenen drin.