Papiermühle Halle-Kröllwitz

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Nach der Erkundung des Bahnbetriebswerkes war unsere Tour für den Tag noch nicht beendet und führte uns noch nach Halle zu einer ehemaligen Papierfabrik, die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde als der Papierbedarf in Deutschland drastisch anstieg.
Über insgesamt fünf Generationen befand sich die Fabrik im Besitz der Familie Keferstein und nannte sich dementsprechend „Kefersteinsche Papierfabrik Kröllwitz“.
Durch die direkte Lage am Saaleufer wurde die Fabrik mehrfach Opfer von Hochwasserschäden. Ein Brand Anfang des 19. Jahrhunderts zerstörte ebenfalls große Teile der Fabrikgebäude. Die Schäden wurden jedoch wieder behoben und fleißig weiter produziert.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann man hier mit Herstellung von Strohzellstoff, was mit einer enormen Luftverschmutzung einherging. Daher regte sich zunehmend Widerstand in der Bevölkerung bis die Produktion 1940 vollständig eingestellt wurde.

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Es wurde sich bereits mehrfach mit dem Gelände und einer Nachnutzung beschäftigt, u.a. gab es Anfang der 90er Jahre ein umfangreiches Umnutzungs- und Neugestaltungskonzept. Bis heute wurde aber leider (oder für mich zum Glück?!) keines der Konzepte umgesetzt, sodass das Gelände weitgehend sich selbst überlassen ist.

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7 Kommentare zu “Papiermühle Halle-Kröllwitz

    • Man betritt da definitiv eine rechtliche Grauzone. Irgendeinen Eigentümer gibt es ja immer und solange man keine Erlaubnis hat, begeht man im Prinzip Hausfriedensbruch, aber wo kein Kläger, da kein Richter. Man sollte also schon aufpassen, dass man sich nicht erwischen lässt.
      Die meisten Orte werden aber ja wirklich komplett sich selbst überlassen, sodass ich mir auch kaum vorstellen kann, dass es da jemanden groß juckt, wenn man da nur friedlich Fotos macht. Zum Teil gibt es aber eben auch Orte mit Wachschutz.

  1. Ja, so ist das mit den Lost Places. Aber das macht sie ja auch aus. Diese Grauzone… Nicht zu wissen was einen erwartet, in den Gebäuden und auch was die Wachleute angeht… Deine Bilder sind wie so oft nur genial! Technisch wieder extrem gut!!

  2. Ich bin bei so was ja immer ein kleiner Angsthase. Vor Urzeiten sollte ich in so einem Gebäude mal jemanden fotografieren und hab mir wirklich in die Hose gemacht! ;)
    Wobei ich es an sich ziemlich cool finde in so einem Gebäude zu fotografieren und in der Richtung mal gerne was wirklich geplantes und gestyltes machen würde.
    Na ja, die Gebäude in meiner Nähe sind mittlerweile Neubauten gewichen.

  3. Traumhaft die Bilder!
    Ich bin mir nicht sicher aber muessen bei Lost Places die Eigenuemer nicht, dass betreten ausdruecklich verbieten. Solang man kein Sachbeschädigung betreibt ist man auf der hellen Seite der Grauzone.
    BG Micha

    • Danke für das Lob!

      Im Zweifel finden sich ja bei den Lost Places auch immer irgendwo Schilder, die das Betreten verbieten. Womit dann wohl zweifellos auf der dunklen Seite wäre. Genau kenne ich die rechtliche Lage da aber auch gar nicht und lebe da eben nach dem Grundsatz, dass ich mich lieber nicht erwischen lasse(n will).

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