Gelesen im April 2014

Aprilbücher

Endlich habe ich es mal wieder auf mehr als ein Buch gebracht diesen Monat. Angefangen hatte ich irgendwie sogar noch mehr. Zwei Bücher hatte ich Ende März / Anfang April mal angefangen und dann aber beide auch wieder abgebrochen. Mal sehen, ob ich die als nächstes nochmal in Angriff nehmen kann.

Ich bin die Nacht von Ethan Cross

Von der einfach nur großartigen Aufmachung berichtete ich ja bereits genug. Nun also zum Inhalt des Thrillers.
Insgesamt habe ich das Buch mit eher gemischten Gefühlen beendet. Abgesehen vom offenen Ende – es wird wohl auch eine Fortsetzung geben – nimmt das Buch eine durchaus wirre und extrem überraschende Wendung. Ich will behaupten, dass das Ende wirklich niemand vorhersehen kann.
Ohne großes Vorgeplänkel startet der Thrille mitten im Geschehen, sodass direkt auf der 3. Seite die erste zerstückelte Leiche beschrieben wird. An der Stelle fragte ich mich schon, ob das das Richtige für mich wäre, wenn das auf den noch folgenden ca. 400 Seiten so weitergehen würde.
Dem war aber nicht so. Natürlich fordert Francis Ackermann junior, der Serienkiller um den es hier in der Hauptsache gehen soll, noch mehr Opfer zu seinen perfiden Spielen auf, in denen die Opfer eine Chance bekommen sollen, zu überleben, aber genau dabei gibt es auch noch weitere blutige Morde. Da waren schon wirklich krasse Stellen dabei, wo mir erstmal der Atem stockte.
Nach dem ersten Teil – das Buch ist in 4 Teile unterteilt – wird die ganze Geschichte aber schon merkwürdiger. Es konzentriert sich immer mehr auf den Ex-Polizisten Marcus Williams, der sich gerade ein neues Leben auf einer geerbten Farm aufbauen möchte. Ihn und den Serienkiller scheint irgendetwas zu verbinden und so beginnt eine verworrene Verfolgungsjagd.
Francis Ackermann jr. empfand ich als einen sehr spannenden Charakter, anfangs angewiedert von seinen Taten, gab es auch Momente, in denen er mir aufgrund seiner Geschichte Leid tat.

Trotz der komischen Wendungen, die einen durchaus stören können, würde ich eine Fortsetzung wahrscheinlich trotzdem lesen, weil mein Interesse für Francis Ackermann jr. geweckt wurde und es mich wirklich interessieren würde, was der Autor da noch weiter draus macht.
Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen und spannend fand ich es insgesamt gesehen auch, aber es gibt halt Stellen, an denen die Spannung abnimmt, man verwundert über eine überraschende Wendung dasitzt und sich fragt, was das gerade soll.

Naturfotografie mal ganz anders von Jana Mänz*

Ein sehr umfangreiches Buch zum Thema Naturfotografie und das ist tatsächlich mal anders.
Jede Doppelseite widmet sich jeweils einem Thema. Dabei werden alle möglichen Wetterlagen thematisiert, sodass sich beim Lesen schon gar keine Ausrede mehr finden lässt, warum man gerade nicht fotografieren kann.
Die wunderbaren Bilder und auch die Texte machen richtig Lust sofort raus in die Natur zu gehen völlig unabhängig vom herrschenden Wetter.

Den Schreibstil empfand ich als sehr verständlich und angenehm, das Buch ist gespickt mit Kreativ- und Fotoübungen und vielen Linktipps, sodass man auch weiterführend noch eine ganze Menge Inspiration finden kann.
Sehr gut gefällt mir an dem Buch, dass der Fokus wirklich auf dem Erlebniss Natur und dem Festhalten von Stimmungen und Emotionen liegt und nicht auf technischer Perfektion. Ausschweifendes Technik-Geplänkel sucht man hier vergeblich und schon früh wird klar, dass es nicht auf hochprofessionelles, teures Equipment ankommt. Ganz nach dem Motto „Alles kann, aber nichts muss.“ setzt die Autorin auf eine minimalistische Ausrüstung.

Auf verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten wirds ebenso eingegangen wie z.B. auf das Zusammensetzen von Panoramen und im Speziellen das Erstellen von sogenannten „Little Planets“, was ich persönlich ganz besonders interessant fand.

Ebenfalls sehr spannend sind die vielen Gastbeiträge anderer Fotografen, die nochmal neue Sichtweisen und Techniken auf und in der Natur- und Landschaftsfotografie aufzeigen. So entsteht eine sehr bunte Mischung, die die große Vielfalt der Naturfotografie deutlich macht und gleichzeitig bekommt man wirklich tolle Tipps und neue Ideen an die Hand.

Alles in allem ein sehr inspirierendes Buch, das ich sicher immer wieder aus dem Regal ziehen werde, wenn mich mal wieder ein Kreatief plagt und auf den ersten Blick alles trist, langweilig und unfotogen wirkt.

Böser Wolf von Nele Neuhaus

Wohl mein erster richtiger Krimi, den ich gelesen habe. Hier spricht also ein Kriminoob^^
Genaugenommen ist es sogar der sechste Teil einer Krimireihe, was aber überhaupt gar kein Problem darstellte. Ab und zu wurden zwar Bezüge zu irgendwelchen Geschehnissen aus der Vergangenheit und früheren Fällen hergestellt, aber dem Verständnis tut es keinen Abbruch.
Das Buch beschäftigt sich mit sexuellem Missbrauch und Pädophilie und alles beginnt mit der Wasserleiche eines jungen Mädchens, das niemand vermisst, sodass auch die Ermittlungen eher schleppend voran gehen, bis auch eine Fernsehreporterin, die sich immer mit sehr brisanten Themen beschäftigt, brutal misshandelt wird und nach einiger Zeit immer mehr Indizien auf einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen hinweisen.
Als Leser wird man immer wieder von neuen Entdeckungen überrascht und zwischen Wut und entsetztem Unverständnis über die Geschehnisse hin und her gerissen.
Das Buch lässt einen so schnell auch nicht los und regt zum Nachdenken an.


*das Buch habe ich als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, aber natürlich ist und bleibt die geäußerte Meinung 100%ig meine

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Ein Kommentar zu “Gelesen im April 2014

  1. Ich lese ja viele Thriller und Krimis, aber irgendwie hab ich um Nele Neuhaus bisher immer einen Bogen gemacht. So genau sagen warum kann ich nicht, aber bei Krimis habe ich es oftmals gerne etwas mehr „amerikanisch“, also wirklich mit viel Spannung und so. Da haben mich halt ihre Klappentexte immer nie so ganz angezogen bzw. zum Kaufen verführt.

    Für Jobs habe ich ja so eine. ;) Die war schon teuer, aber letztlich war’s auch die Investition wert, weil ich die ja sehr viel im Gebrauch habe und die noch wie neu aussieht. Ich will halt auch nicht mit so einer abgegriffenen zur Arbeit kommen…
    Ansonsten hab ich jetzt so eine kleinere, die ich bei etsy oder so gefunden habe. Ich wollte eine kleine, die trotzdem noch schick aussieht und am besten so ein bisschen in Vintage/Lederoptik. Aber die waren ansonsten echt überall unbezahlbar…

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