Gelesen im Februar 2014

Schon wieder ein Monat vergangen und schon wieder nur ein einziges Buch geschafft.
In der vergangenen Woche wurde aber auch mal wieder gar nicht gelesen und außerdem stand diesen Monat auch ein wenig Vorbereitung auf die Zwischenprüfung auf dem Plan.
Die Theorie liegt nun hinter mir und dürfte bestanden sein – die Frage ist nur wie gut oder schlecht genau – und die Praxis folgt noch in diesem Monat. Na ja, wird schon schief gehen…und nun zurück zum eigentlichen Thema.

Februarbuch

Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf

Ein Buch, dass ich gar nicht bewerten mag. Es entsprach nicht meinen Erwartungen, aber das liegt wohl auch einfach daran, dass ich mich in den Klappentext hinten aufm Buch verliebt hatte und das Buch aber eben keine poetische Erzählung ist, sondern ein abgedruckter Blog.
Wolfgang Herrndorf bekam im Februar 2010 die Diagnose eines Hirntumors und begann daraufhin den Blog „Arbeit und Struktur“ zu schreiben. Zunächst nur für Freunde, dann später auch öffentlich. Das alles erfuhr ich aber im Prinzip erst durch das Buch. Ich hatte wohl vorher gehört, dass der Autor gestorben war, aber weiter hatte ich mich nicht damit beschäftigt.
Herrndorf stürzt sich nach der Diagnose in die Arbeit, schafft es Tschick und Sand fertigzustellen – dank jahrelanger Vorarbeit und weniger Gegrübel über einzelne Sätze – er schreibt gegen die Zeit. Klar ist, dass seine Krankheit früher oder später tödlich verlaufen wird. Da fällt zum Beispiel der Satz „Ein großer Spaß dieses Sterben. Nur das Warten nervt.“, der mich irgendwie traurig machte, aber andererseits auch ratlos hinterließ, was ich nun fühlen sollte, was da überhaupt „angemessen“ war.
Er schreibt authentisch und immer wieder spielt Ironie, Zynismus und Humor mit rein. Er verliert sich nicht in Selbstmitleid, macht immer weiter, beschreibt Manien und epileptische Anfälle. Irgendwie schaut man da einem Menschen beim Sterben zu und fragt sich, ob das richtig ist, aber Herrndorf hat selbst gewollt, dass sein Blog als Buch erscheint und auch wenn es immer wieder Stimmen gibt, die dagegen angehen, finde ich das Buch gut – falls man das so sagen kann. Es berührt, es regt zum Nachdenken an. Was würde man selbst tun, wenn man eine so begrenzte restliche Lebenszeit diagnostiziert bekäme?!
Noch dazu gibt es ganz interessante Passage zur Entstehung von Tschick und Sand und jede Menge Literatur, die er selbst nun nochmal lesen wollte oder die sich ihm ganz besonders eingeprägt hat. An der Stelle muss ich mich allerdings als absoluter Noob outen. Das hat mir größtenteils nichts gesagt. Unter anderem dadurch aber sicher zum einen ein Buch, dass man sehr gut noch ein zweites oder auch drittes Mal lesen kann und ganz sicher auch für literaturbewandertere Leser ganz interessant.

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Ein Kommentar zu “Gelesen im Februar 2014

  1. Tschick fand ich wirkklich gut.
    Und so finde ich klingt das Buch eigentlich relativ interessant… sollte ich vielleicht auf meine Wunschliste bei Amazon setzen. Kaufen ist zurZeit nicht drin, das Regal steht voll von ungelesener Büchern.

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