Gelesen im Oktober 2013

Mein Blog hat so ein paar völlig vernachlässigte Kategorien. Unteranderem ist da meine Buch-Kategorie, die bisher nur einen einzigen einsamen Artikel enthält. Das soll sich ab sofort ändern. Nachdem ich eigentlich schon das ganze Jahr wieder mehr lese – vorher habe ich das schon extrem vernachlässigt – dachte ich mir, dass ich euch ab sofort jeden Monat die Bücher vorstelle, die ich so gelesen habe.

Also los geht’s mit meinen Oktoberbüchern.
Oktoberbücher

1. Selbstauslöser von Michael Lister

Ein Buch, dass eine einzige Nacht im Leben des Hobbyfotografen Remington James erzählt. Sein Beruf erfüllt ihn nicht, seine Ehe steht vor dem Aus, sein Vater ist vor kurzem verstorben und nun ist er in seine Heimat zurückkehrt und entdeckt seine Leidenschaft für die Fotografie wieder. An einem Nachmittag macht er sich auf in den Wald um seine dort aufgestellten Kamerafallen zu kontrollieren. Was er dort zu sehen bekommt, hätte er jedoch nie sehen sollen. Damit beginnt eine spannende Jagd durch den kalten, dunklen Wald und ein unerbittlicher Existenzkampf, in dem Remington sein Leben an sich vorbei ziehen sieht. Neben dem reinen Überleben geht es aber vorallem um wirklich intelligente, philosophische Gedanken und den Weg zu sich selbst. Dazu kommt noch ein eher ungewöhnlicher Schreibstil. Zum Teil sehr kurze, abgehackte Sätze (gern auch mal nur ein einziges Wort), die die Geschichte schnell voran treibt und sie spannend gestaltet. Teilweise wurde mir das auch ein bisschen zu viel, aber von mir gibt es trotzdem eine klare Empfehlung, wenn man sich auf einen experimentellen Schreibstil einlassen kann bzw. will. Ebenfalls sehr positiv kann ich noch ein Ende anmerken, dass absolut nicht vorhersehbar, aber trotzdem durchaus passend war und mir sehr gut gefallen hat.

2. Die Saat von Guillermo Del Toro und Chuck Hogan

Auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen in New York landet eine Maschine aus Europa, kommt zum Stehen und schaltet sich komplett ab. Ephraim Goodweather, Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, ist mit seinem Team einer der ersten vor Ort. Ihnen bietet sich ein gespenstisches Bild: Alle Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sitzen, regen sich nicht, scheinen tot zu sein.
Ich hatte keine wirkliche Vorstellung, wohin die Reise gehen könnte, als ich das Buch kaufte und somit habe ich mir wohl auch mein erstes Horror-Vampir-Zombie-whatever-Buch – diese Vampire sind nicht lieb und romantisch und glitzern im Sonnenlicht – eingehandelt. Stellenweise habe ich mich gefragt, ob es wohl das Richtige für mich ist, ich davon nicht nur Albträume bekomme und ähnliches, aber ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Die Geschichte wird unheimlich spannend erzählt und geht unter die Haut. Man versinkt förmlich darin – so saß ich mit dem Buch in der Küche wartete auf mein Essen im Ofen und habe mich zu Tode erschreckt, als die Eieruhr klingelte.
Etwas verwirrend fand ich die vielen verschiedenen Charaktere, die im Buch auftauchen. Da musste ich immer mal überlegen, wer das nochmal war, aber da kommt man auch immer wieder gut rein, weil es sich ja auch aus den Geschehnissen ergibt.
Auf jeden Fall werde ich weiterlesen – denn dieses Buch ist „nur“ der Auftakt zu einer Triologie.

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6 Kommentare zu “Gelesen im Oktober 2013

  1. Das Buch Selbstauslöser habe ich vor einiger Zeit auch gelesen – es hinterliess gemischte Gefühle bei mir. Aber der Schreibstil, ja, der hat was.

  2. „Die Saat“ fand ich großartig, auch den Nachfolgeband. Nach Teil 3 muss ich mal Ausschau halten – wenn ich mich nicht irre, habe ich den noch nicht gelesen.

    „Selbstauslöser“ klingt interessant… danke für den Tipp. :)

  3. „Die Saat“ klingt ja spannend. Ich glaub das muss auf meine Wunschliste… (wenn die nicht schon mega lang wäre und ich meinen SUB mal Abbauen müsste)

  4. Pingback: 4. Lesenacht von BookDemon | Le rêve éveillé

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