Mein Fotomarathon Hamburg 2013

Das war er also der zweite Fotomarathon Hamburg. Für mich der erste, an dem ich offiziell teilgenommen haben.
Das offizielle Motto „Im Wandel der Zeit“ wurde bei mir irgendwann eher zu „Dabei sein ist alles und aufgeben gibts nicht“.

Nun aber von vorne.
Mein Wecker klingelte ungewohnt früh, um Viertel nach Sechs, nach einer sehr kurzen und unruhigen Nacht auf Grund von Wärme und Mücken. Meine Motivation hielt sich also schon an dem Punkt eher in Grenzen, aber egal. Es war ja noch alles offen. Der Tag konnte also noch großartig werden.

Also ging es mit bepacktem Rucksack – ein kleines Wunder, dass ich mich beim Packen auf drei Objektive beschränken konnte – zum Bahnhof und von dort aus mit dem Zug nach Hamburg. So richtig müde, dass ich gut häte einschlafen können wurde ich natürlich erst kurz vorm Ziel und überhaupt kreisten die Gedanken, was es wohl für Themen geben würde und ob diejenigen, die sich diese ausdenken auch überlegen, wie sie die selbst umsetzen würden.

Am Bahnhof traf ich dann auf meine Begleitung – den Point – und wir machten uns sehr rechtzeitig auf den Weg zum Startort. Dort angekommen holte ich mir meine Startnummer – die 125 – befestigte sie an meinem Rucksack und studierte den Inhalt des Fotomarathon-Beutels, den es gefüllt mit weiteren Informationen dazu gab.
Kurz nach 10 wurde dann das Motto „Im Wandel der Zeit“ bekanntgegeben und gegen 10:10 Uhr konnten wir endlich mit dem ersten Themenzettel starten.

Bevor es an meine Fotos geht, hier noch die wichtigsten Regeln im Überblick:

    • 24 Fotos in 12 Stunden in vorgegebener Reihenfolge
    • keine Bearbeitung
    • nach jeweils 4 Stunden abstempeln (und neuen Themen-Zettel mitnehmen) an einer Zwischenstation
    • Rahmenthema soll in allen Fotos erkennbar sein
    • das erste Foto muss die Teilnehmernummer klar erkennbar enthalten

Schon das Motto und der erste Zettel lösten keine Jubelschreie in mir aus. Irgendwie waren mir die Themen alle zu abstrakt und teilweise auch zu ähnlich. Und bis ich dann mal eine akzeptable 125 fand, dauerte es auch eine Weile, was durchaus schon Nerven kostete.

1. Alles wird gut
1. Alles wird gut

2. Es war einmal
2. Es war einmal

3. Altes Eisen
3. Altes Eisen

4. Aufbruch
4. Aufbruch

5. Fortschritt
5. Fortschritt

6. Déjà-vu
6. Déjà-vu

7. Momentaufnahme
7. Momentaufnahme

8. Im Fluss
8. Im Fluss

Nun gab es den nächsten Zettel, mit dem ich im Prinzip genauso wenig anfangen konnte. Wir gönnten uns also erstmal eine Pause mit einer Portion Pommes und ich sah meine Fotozeit dahinschwinden. Nur was bringt die Zeit, wenn man nicht weiß, was man fotografieren soll.

9. Neuanfang
9. Neuanfang

10. Evolution
10. Evolution

11. Generationenwechsel
11. Generationenwechsel

Nach diesem wenig überzeugenden Generationenwechsel, war erstmal wieder Pause. Weder hatte ich bessere Ideen für den Generationenwechsel, noch wollte mir irgendetwas für den Widerstand einfallen. Während wir also in Planten un Blomen auf einer Wiese saßen, war ich wirklich kurz davor aufzugeben.
Auf mein Widerstands-Foto bin ich wenig stolz, vorallem weil es sich gerade am PC auch noch als unscharf entpuppte, aber ich bin zumindest stolz darauf, weitergemacht zu haben und die ganze Sache bis zum Schluss durchgezogen zu haben.
Irgendwie haben sich dann doch für alles irgendwelche Motive gefunden, in die ich die jeweiligen Themen zumindest anssatzweise hineininterpretieren konnte.

12. Widerstand
12. Widerstand

13. Zeitgeist
13. Zeitgeist

14. Trend
14. Trend

15. Tradition
15. Tradition

16. Stillstand
16. Stillstand

Mit dem zweiten Block war ich dann auch erstaunlich früh fertig und wir konnten uns zur nächsten Station zum Stempeln und Abholen des letzten Zettels begeben.
Wie erwartet wurde es aber nicht plötzlich viel besser, sodass ich erstmal eine seeehr platte Umsetzung des nächsten Themas hinlegte.

17. 5 vor 12
17. 5 vor 12

18. Revolution
18. Revolution

19. Rauf & Runter
19. Rauf & Runter

20. Perspektive
20. Perspektive

21. Zeitlos
21. Zeitlos

22. Entschleunigung
22. Entschleunigung

23. Für die Ewigkeit
23. Für die Ewigkeit

24. Zeit heilt alle Wunden
24. Zeit heilt alle Wunden

Auch mit dem letzten Block lag ich wieder extrem gut in der Zeit. Schon gegen 20:40 Uhr schoss ich das letzte Foto und wie begaben uns auf dem Weg zur letzten Station zur Abgabe der Fotos und einer Stärkung vor Antritt der Heimreise.
Überpünktlich waren wir auch dort, aber ich musste ja nun noch alle übrigen Bilder löschen, was sich länger zog, als ich gedacht hätte. Also viel mehr Zeit hätten wir eigentlich auch gar nicht gehabt.

Letztendlich bin ich mit meiner Serie – dafür dass die Themen absolut nicht meins waren – überraschend zufrieden und bin vorallem immernoch gespannt darauf die Bilder der anderen Teilnehmer zu sehen.
Nur die teils unscharfen und / oder schiefen Bilder hätte ich vlt. doch noch besser hinkriegen können, wenn mir das nur rechtzeitig aufgefallen wäre.

Fun-Fact zum Schluss: Ich habe jedes der drei Objektive für die Umsetzung von genau acht Themen genutzt.

13 Kommentare zu “Mein Fotomarathon Hamburg 2013

  1. sie gefallen mir alle, aber perspektive ist eindeutig mein favorit! großartige idee und toll umgesetzt!
    hast du auf der kamera s/w eingestellt oder nachher bearbeitet? ist es bei euch auch so, dass die bilder so abgegeben werden müssen, wie sie aus der kamera kommen, ohne, dass man etwas nachträglich bearbeiten darfß

    von mir übrigens beide daumen hoch, dass du es durchgezogen hast!

    • Bearbeitung ist nicht erlaubt. Entsprechend habe die die Kamera direkt auf SW gestellt. Erschien mir von vornherein harmonischer in der Serie.

  2. In der Serie finde ich alle Bilder super – man merkt aber schon, dass zwischendrin ein kleiner Durchhänger war. Aber du hast echt meinen Respekt, dass du das durchgezogen hast – ich hätte da bei den meisten Themen wohl ziemlich schwarz gesehen…

  3. Wunderbare Fotostrecke. Ich bin beeindruckt, überhaupt bei einem Fotomarathon teil zu nehmen. Ich glaube ich würde verzweifeln. Ich mag deine serie, da sind einige wirklich tolle Bilder dabei. Und S/W mag ich ebenfalls. Also ich drück die Daumen.

    Viele Grüße Jürgen

  4. Ich bin immer noch tief beeindruckt, wie du das durchgezogen hast. Ich versuche mir momentan einzureden ich hätte es auch gepackt, wenn ich Geld dafür ausgegeben hätte. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt und so bin ich einfach froh, eben kein Geld ausgegeben zu haben :D

    Alles wird gut: Tjaaa, wurde leider nicht zum beherrschenden Gefühl des Tages, aber dann ja doch noch wahr ^^ Was für ein Glück, dass diese Flasche dort stand und du sie entdeckt hast, ich bin stolz auf dich, dass du weder dein Teilnehmerschild nehmen musstest noch die Zahl einfach irgendwo aufgeschrieben hast ^_^

    Es war einmal: Hier gefallen mir meine farbigen Versionen besser, muss ich ja sagen. Aber deine Entscheidung für S/W war trotzdem goldrichtig, für viele einzelne Bilder gute Wahl und für den Seriencharakter erst recht.

    Altes Eisen: Hätte gerader sein können ist aber schon gut so. Die Schemen kommen jedenfalls gut rüber.

    Aufbruch: Ja, mag ich ^^ gleich mehrere Koffer, Taschen und Rucksäcke. Schöne Bewegung im Bild => Passt!

    Fortschritt: Auch nett mit der Treppe und dem Bahnsteig noch im Bild. Noch ein paar Linien und Lichter mehr zum Gucken ^^

    Déjà-Vu: Hier meiner Meinung nach das Oberthema verloren, aber der Déjà-Vu Effekt kommt gut. Foto an sich gefällt mir jedenfalls super!

    Momentaufnahme: Haut mich ehrlichgesagt jetzt nicht um. Ist ganz nice, aber weder vom Bild her noch vom Thema wirklich super umgesetzt. Sie schwimmen da halt so gemächlich lang…

    Im Fluss: Haha, so gut wie ich da erstmal ewig saß und mir nen Brunnen herbei gewünscht hab und dann gehen wir los und nach ein paar Schritten stehen wir plötzlich unerwartet vor einem. Der Tat echt gut, da hatte ich wieder für eine Weile Spaß am Fotografieren ^^ Foto gefällt mir.

    Neuanfang: Vor allem im Nachhinein – Super Idee, klasse Foto!

    Evolution: Auch hier bin ich nicht ganz überzeugt

    Generationenwechsel: Hier dagegen schon. Ich konnte die Blumenidee zuerst nicht ganz nachvollziehen und auch mit deiner Beschreibung dann nicht so viel anfangen, aber jetzt mit dem Bild vor Augen passt es doch sehr gut zum Thema.

    Die nächsten Themen, finde ich alle fotografisch nicht so umwerfend, aber von der Themenumsetzung her sehr solide.

    Umgekehrt beim 5 vor 12. Super langweilige Umsetzung, vor allem weil wir die Zeit ja extra eingestellt haben. Aber ich finde, mein Telefon macht sich gut auf dem Bild xD Die Deckenlampe tut ihr Übrigens. Hast du die Umsetzung des einen Teilnehmers gesehen, der das Fotomarathonlogo genommen hat? Das fand ich echt gut ^^

    Die nächsten beiden Bilder wieder so lala (Thema ja, Foto nein)

    Perspektive: Find ich wieder sehr geil ^^ Man guckt schon eine Weile bis man raus hat wo tatsächlich was hingehört. So soll das Sein ^^

    Zeitlos: Finde meine Idee nachwievor super und ich finde auch auf dem Bild macht sie sich gut ^^

    Entschleunigung: Sieht eher Beschleunigt aus für mich. Aber das Foto gefällt mir. Tolles Licht, tolle Schatten.

    Für die Ewigkeit: Sagt mir hier leider vom Thema und vom Foto noch mehr wenig zu.

    Zeit heilt alle Wunder: Hätte hier den Streifen Baum/anderes Gebäudezeugs nicht mit aufs Bild genommen, ansonsten finde ich das Bild und die Umsetzung gut ^^

  5. @nussundpoint: Bei Entschleunigung muss man auch die Ampel mitbeachten ;) Die steht nämlich auf Rot und somit wird „entschleunigt“.

    Ich hoffe, wenn ich in Hamburg bin, habe ich auch mal die Chance an so einen Fotomarathon teilzunehmen. :)

  6. Pingback: Fotomarathon: Ausstellungstickets gewinnen | St. Bergweh

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