1/3 ist geschafft – Der vierte Rückblick

Der September war ein Monat der Veränderungen. Ende August wurde der Auszug in die erste eigene Wohnung gemeistert und Anfang September gab es dann definitiv kein Zurück mehr. Mit High-Speed ging es in ein neues Leben. Alleine in einer fremden Stadt, einer eigenen Wohnung, mit einer neuen Arbeitsstelle und überhaupt gab es unglaublich viel Neues!

Im Allgemeinen komme ich bisher sehr gut mit der neuen Situation klar. Ich fühle mich hier wohl. Die Arbeit macht Spaß – und ist auch schon anspruchsvoller geworden – und die Kollegen (in meiner Abteilung) sind alle sehr nett.
Meine Wohnung ist auch schon etwas wohnlicher geworden, wobei aber die Wände immernoch sehr kahl sind und noch Kartons rumstehen, die ich mal in den Keller ringen müsste.
Ich bin gerade unehimlich müde, weil ich seit 8 Uhr auf einen Service-Techniker warten muss, der dann hoffentlich endlich alles (Telefon und Internet) zum Laufen bringt.

Meine Fotografie hat sich durchaus verändert, würde ich sagen. Mir fehlt die Natur direkt vor der Haustür und das entspannte irgendwo-auf-einer-Wiese-sitzen-und-Krabbelviecher-fotografien bei gutem Wetter, dass ich am Anfang meines Projektes so genossen habe und bei dem ja auch gute Makros rumgekommen sind.
Im vergangenen Monat habe ich viel mehr mit dem 50mm Joghurtbecher fotografiert als jemals zuvor. Außerdem gab es erste Lastminute-Fotos bzw. solche, mit denen ich einfach nicht zufrieden bin, wo ich aber auch keine Motivation oder keine Ideen für etwas besseres hatte. Ich bin seltener vor die Tür getreten und habe das Gefühl, dass die Qualität meiner Fotos eher abgenommen hat.
Allerdings habe ich auch ein bisschen mehr in Richtung Street fotografiert und mich mehrmals an Food-Fotografie probiert, was ja zumindest auch eine Entwicklung oder vlt. auch nur eine Orientierungsphase darstellt.
Auf jeden Fall habe ich erneut festgestellt, dass mir ein wenig die Ruhe zum Fotografieren fehlt, wenn ständig irgendwelche Menschen an einem vorbei gehen, die im Zweifel auch noch komisch gucken – ich versuche ja schon es zu ignorieren bzw. drüber zu stehen, Fotografen sind halt ein bisschen komisch, in den Augen vieler Nicht-Fotografen. In der Hinsicht lobe ich mir entweder die verlassene Natur in meiner Heimat oder auch Touren durch Großstädte wie Hamburg, bei denen ich zum einen nicht allein unterwegs bin / war und wo zum anderen sowieso so viele Touris rumlaufen, dass man mit einer Kamera überhaupt nicht weiter auffällt.

Ich fühle mich hier also so weit zwar ganz wohl und komme besser mit der neuen Situation klar, als ich gedacht hatte, aber in fotografischer Hinsicht habe ich meinen Platz hier noch nicht gefunden.
Mit fehlen hier noch die Orte, von denen ich weiß, dass ich dort ganz bestimmt ein gutes Motiv finde und ensprechend gute Fotos machen kann. Meinen Zauberwald habe ich noch nicht gefunden.

Meine Favoriten des Monats:
[96/365] [102/365] [103/365] [104/365] [107/365] [110/365] [111/365] [114/365]

P.S.: Gerade eben war der Techniker da und nun kann ich endlich per Festnetz telefonieren und surfen so lange und so viel ich will.

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3 Kommentare zu “1/3 ist geschafft – Der vierte Rückblick

  1. ich versteh das gut bzw. das sind genau die dinge, mit denen ich vor meiner haustüre auch so meine schwierigkeiten hab. und die leute, die immer komisch schauen…

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