Von überfüllten Bussen und Schneematsch

Ich hatte es geahnt. Gestern schon. Ich wollte Fahrrad fahren. Probierte es aus. Gestern schon. Stellte fest, dass es ging, aber schön und vor allem schnell war anders. Dieser verdammte angetaute Schnee! Radfahren kann man auf ihm nicht. Viel zu oft rutschten die Räder in Richtungen, in die ich sie nie haben wollte. Besonders das Vorderrad. Bedrängt vom Schneematsch suchte es den Fluchtweg an der Seite. Doch auch da war keiner. Langsam den Weg entlang schlängelnd, immer wieder zur Seite gedrückt, erreichten wir heil wieder die freie Straße. Ich wollte noch immer Radfahren. Doch nicht unter diesen Umständen. Ich würde ewig brauchen. Und wie ich ankäme war genauso ungewiss wie die genaue Zeit, die ich brauchen würde. Diese Gedanken schwirrten mir, wie die Mücken um eine Lichtquelle, im Kopf umher. Ich war auch noch nicht wieder zu Hause angekommen. Die Straße war nicht frei. Nur am Ortseingang. Da wo sie alle fahren. Gefährlich rutschig war mein Weg. Doch mit den Beinen als Stützräder war auch dieser zu bewältigen. Ich kam heil an. Begab mich auf die Parkplatzsuche. Schwierig. Selbst für ein Fahrrad. Zu hoch die Schneehaufen. Zu schmal der übrige Platz zur Scheune, aus der ich es zuvor schon gequält hatte. Ich wählte den Weg über einen Schneehaufen. Erschien mir bequemer. War es auch. Ich musste wohl doch Bus fahren. So wie immer. Stehend sowieso. Ich ahnte es. Gestern schon.

Die Befürchtung bestätigte sich. Überrascht war ich nicht. Warum auch? Schließlich hatten alle Schüler nach der gleichen Stunde Schluss. Der Bus kam endlich an. Wie immer nach der 6. Stunde saßen schon einige Schüler drin. Es gibt ja nicht nur eine Schule. Ich ließ mir Zeit. Mit dem Einsteigen. Gedrängel an der Bustür mag ich nicht. Ich wartete. Ließ die Leute einsteigen. Ich stand vor der geöffneten Bustür. Vor mir jemand auf der Treppe. Hinter mir Menschen, die auch mitwollten. Doch es ging nicht mehr weiter. Der Bus war voll. Man ging einen Schritt vor. Nun konnte auch ich einsteigen. Die erste Stufe. Hinter mir noch immer Menschen, die auch mitwollen. Die Schultaschen wurden auf die Gepäckablage gelegt. Um mehr Platz zu haben. Es half. Ein wenig. Ich stand nun nicht mehr auf der Treppe, sondern im Gang. Hinter mir fünf Menschen auf der Treppe. Vor dem Busfahrer. Es waren alle drin. Die Tür wurde geschlossen. Es ging endlich los.

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2 Kommentare zu “Von überfüllten Bussen und Schneematsch

  1. Warst du nicht auch in der Mädchen? (:
    – Ooh, ich hasse dieses ewige Gedränge im Bus, wenn alle gleichzeitig aushaben. Furchtbar.

  2. Ich hab die Zeitschrift (:

    „Tagträumerin:
    Pati (16) ist totaler Frankeich-Fan. Also hat sie ihr Blog RÊVE ÉVEILLÉ (dt. Tagtraum) genannt. Ihe Seite ist sehr persönlich und toll geschrieben. Unbedingt auschecken!“
    + Screenshot mit irgendetwas das grün und wie ein Armband aussieht + Adresse

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