Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn – Lokschuppen

So bitter.

Unseren ersten Fotostop auf diesem Gelände des Bahnbetriebswerks der Deutschen Reichsbahn machten wir direkt im Lokschuppen. Viel mehr als eine große, leere Halle fanden wir dort allerdings auch nicht vor.
Überall lassen sich die Spuren des Vandalismus nicht nur durch direkt am Objekt erkennen, sondern auch stets durch liegengebliebenen Müll.
Aber auch die Natur erobert sich diese verlassenen Orte zurück und so kann ich es mir auch selten nehmen lassen, Blümchen abzulichten.

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Nature takes back.

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Stop!

Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn – Gute Aussichten

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Es begab sich eines schönen, warmen Samstags gegen Ende Mai des Jahres 2015, dass drei Freunde loszogen die verlassene, zerfallende Nachbarschaft ihrer ostdeutschen Übergangsheimat zu erkunden. Dazu wählten sie zunächst ein altes Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn aus. Eine der drei Freunde war bereits öfter um das Gelände geschlichen, hatte sich jedoch weiter nicht getraut, das Gelände zu entdecken. In der Gruppe war dies wieder ein ganz anderer Fall.

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Und weil es dort so viele unterschiedliche Gebäude und Orte zu entdecken gab, kann man das auch nicht in einen Blogeintrag quetschen. Stattdessen versuche ich es irgendwie thematisch aufzuteilen. Chronologie wird dabei, wie bereits gewohnt, überbewertet. Beginnen wir also mit ein paar Übersichtsbildern, die vom Dach des Wasserturms aus entstanden, aus dem Stellwerk heraus oder einfach nur so Bilder von draußen.

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Zum Erklimmen des Wasserturms mussten einige Etagen von durchaus stabilen, aber geländerlosen Metalltreppen genommen werden. Wie so oft ist es dabei deutlich einfach hoch zu gehen als dann am Ende wieder runter. Der Blick nach unter war dann doch leicht schwindelerregend, aber es hat sich eindeutig gelohnt. Die Aussicht von dort oben war schon sehr sehr cool.

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Ein Jahr wie eine Ewigkeit

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Heute vor einem Jahr steckte ich in den letzten Wochen meiner Ausbildung. Heute vor einem Jahr steckte ich mitten in meiner allerletzten Berufsschulwoche. Heute vor einem Jahr saß ich zuletzt mit zwei Klassenkameradinnen an diesem See. Und die Zukunft vor mir lag noch völlig offen.
Ich habe oft das Gefühl, dass die Zeit unfassbar schnell vergeht. Abgesehen von den Prüfungen bin ich nun schon fast mit meinem zweiten Semester im Studium durch und auch wenn ich das kaum glauben kann, habe ich nicht das Gefühl, dieser Tag vor einem Jahr wäre erst gestern gewesen.
Es ist viel passiert in diesem Jahr. Ich habe viele neue Dinge getan, gesehen, erlebt und so beschleicht mich das Gefühl, dass dieser Tag vor einem Jahr schon eine Ewigkeit her ist.

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Und am Ende bleibt doch die Frage: Wer hat an der Uhr gedreht? Und was macht er mit meinem Zeitgefühl? Ist das nicht verrückt?

LGC 26/52 – Trust

Trust Issues18-35mm | 35mm | f/2.8 | 1/40s | ISO 400

Ich springe hier ein bisschen in der Reihenfolge, aber tut ja irgendwie auch nichts mehr zur Sache, haha.
Tatsächlich stimmt aber auch schon vom Aufnahmedatum her die Reihenfolge nicht.
Das oben gezeigte Bild entstand am gleichen Tag wie die Serie mit den Erdbeeren und ursprünglich war die zweite Serie auch für das Thema Simplicity gedacht. So optimal fand ich die Bilder aber dann doch nicht. Zum einen für das Thema und zum anderen auch die Bilder selbst. So brauchte ich irgendwie noch mehr Bedenkzeit.

Jetzt ist dieses Foto also ein Jahr alt und persönlich finde ich es zum Thema Vertrauen sehr passend.
Vertrauen ist nicht (immer) einfach. Gerade, wenn man Erfahrungen macht, die einem sämtliches Grundvertrauen in die Menschheit rauben. Man wird vorsichtiger und gewisse Grundzweifel machen sich breit.
Ich finde das selbst traurig, wo ich doch eigentlich gerne an das Gute im Menschen glaube(n will).

LGC 27/52 – Mind

Messy Mind18-35mm | 32mm | f/4 | 1/160s | ISO 100

Unternehmen wir eine weitere Reise in das vergangene Jahr.
Das Projekt Let’s Get Creative 2015 habe ich nie beendet, aber trotzdem sind noch ein paar Bilder übrig geblieben, die ich bisher nicht hochgeladen habe.

Bei dem Thema „Mind“ hatte ich wie so oft meine Schwierigkeiten. Die Idee kam dann mehr oder weniger nachdem das Bild bereits im Kasten war. Entstanden ist es bei ein paar ersten Versuchen mit Blitzen und Softbox, die ich im Austausch gegen ein Objektiv von einem Kollegen ausgeliehen hatte. So richtig einen Plan, was ich damit machen sollte hatte ich nicht und probierte eben einfach erstmal irgendwie rum.

Frühling in Hamburg genießen

Kommen wir wieder zurück zu unserer Fototour nach Blankenese, die gestern genau ein Jahr her war. Jetzt könnte ich also bloggen, als wäre alles einfach dieses Jahr passiert, so weit ist es schon gekommen.

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Vom Süllberg aus führte uns unser Weg erstmal wieder bergab an den nächstgelegenen Elbstrand, wo wir wieder eine ganze Weile rumsaßen, quatschten, die Sonne genossen und die Wellen beobachteten.

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Mit einer Fähre ging es dann weiter nach Ovelgönne, durch einen Park, indem dieser Hund von uns bespaßt werden wollte. Von dort aus traten wir dann irgendwann unseren Rückweg an. Am Ende hatten wir relativ wenig fotografiert und viel mehr an verschiedenen Orten gechillt und einfach das tolle Wetter genossen. Auch so kann eine vermeintliche Fototour verlaufen.

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Exited

Die Macht der Worte

The Power Of Words18-35mm | 35mm | f/2.0 | 1/60s | ISO 250

Schon im letzten Jahr gab es beim Projekt „Let’s Get Creative“ das Thema Power und schon „damals“ hatte ich mehrere Ideen, die auch irgendwie umgesetzt wurden. Das machte es in diesem Jahr nicht einfacher. Bis ich dann plötzlich, pünktlich zum Ende des Monats noch eine neue Eingebung hatte. Musikhörend fiel es mir auf einmal wie Schuppen von den Augen: Die enorme Kraft der Sprache.

Ein großer Teil unserer Kommunikation besteht aus Worten. Manchmal sind es aber sogar unausgesprochene Dinge, die so viel mehr erzählen, als es 1000 Worte tun könnten. Worte können verletzen und tiefe Spuren hinterlassen, aber genauso können die richtigen Worte im richtigen Moment auch unglaublich aufbauen und Mut machen.

Blankenese im Frühling

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Letztes Jahr, mitten im Mai, traf ich mich mal wieder mit Pim in Hamburg zu einer Fototour, mit ziemlich unkonkretem Ziel. Erstmal machten wir uns schließlich auf den Weg nach Blankenese – dem Hamburger Villenviertel.

Bis wir unsere Kameras zum ersten Mal hervorholten, verging allerdings auch eine ganze Weile. Den Anlass dazu gab uns ein Maikäfer, der jedoch sehr fotoscheu war, weshalb die Ergebnisse (zumindest bei mir) auch nicht so sehenswert sind. Den nächsten Zwischenstopp bot dann ein kleiner Park mit einem wunderschönen Baum.

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Weiter ging es irgendwo quer durch hügelige Wohnviertel mit einem Abstecher ans Wasser und dann auch direkt wieder weiter ins Treppenviertel mit dem Erklimmen des Süllberg als Ziel.

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Vorbei an schönen Autos, legten wir beim zweiten erstmal eine Pause ein und pflanzten uns dort einfach an den Straßenrand. Unsere Motivation hatte wirklich schon bessere Tage gesehen. Das Wetter war aber auch so einladend, einfach nur dazusitzen und die Sonne zu genießen, anstatt mit schweren Rücksäcken scheinbar endlose Steigungen hinaufzustapfen.

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An dieser Stelle waren wir dann aber oben angekommen, fanden es gar nicht so wahnsinnig toll und legten die nächste Pause ein, während wir noch auf eine andere Freundin warteten, die ich lange nicht gesehen hatte.

A New Beginning

Schon wieder sind 4 Monate vergangen, seitdem ich mich hier zuletzt zu Wort gemeldet habe. Für meine Abwesenheit möchte ich mich gar nicht mehr entschuldigen. Ich mag diese Unregelmäßigkeit zwar selbst auch nicht, aber wenn die Lust oder Zeit zum Bloggen dann doch fehlt, ist das einfach so. Ich bin niemandem hier eine Rechenschaft schuldig und ich hoffe, dass ihr – sofern das hier noch verbliebene Leser finden – das auch so seht und euch einfach freut, wenn ich dann doch mal wieder etwas von mir sehen und lesen lasse, wie lange es auch immer dauern möge. Dank Feedreadern ist das ja auch nicht so schwer.

Mit dem Titel möchte ich auch keinen großen Wandel hier auf dem Blog ankündigen. Das will und kann ich einfach nicht versprechen, obwohl ich noch genügend Fotos aus dem letzten Jahr hätte.
Inspiriert hat mich dazu viel mehr der (inoffizielle) Nachfolger des Projektes „Let’s get creative 2015“ (also „Let’s get creative 2016“), in dem das erste Thema „New Beginning“ lautet.
Das offizielle „Let’s Get Creative 2016“ ist nun übrigens ein 12-Monats-Projekt und auch nicht mehr auf Selbstportraits festgelegt, wobei ich das für mich wohl so beibehalten werde. Und das erste Thema ließ sich auch direkt sehr gut mit „New Beginnig“ zusammenbringen, weshalb ich hier jetzt einfach mal beide Projekte quasi zusammenführe.
So hatte ich mal wieder einen Anlass ein neues Selbstportrait zu machen und kombiniere das Ganze nun mit einigen Gedanken zum Thema Veränderungen und Neuanfänge.

A New Beginning18-35mm | 35mm | f/2.8 | 1/13s | ISO 500

2015 war für mich voller Veränderungen und neuen, unbekannten Situationen, denen ich mich stellen musste.
Mit meiner Ausbildung befand ich mich im Endspurt, die Frage nach dem „danach“ saß mir im Nacken. Anfang des Jahres hatte ich davon noch keinerlei Vorstellung, höchstens fixe Ideen. Und den dringenden Wunsch nach einem Ortswechsel.
Doch wie das Leben so spielt, sollte sich das noch ändern.

„Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“ – John Lennon

Das Leben läuft selten so, wie man es plant und im Bezug auf das vergangene Jahr bin ich sogar dankbar dafür.
Ich hatte den wohl bisher mit großem Abstand besten Sommer meines Lebens, trotz einer zunächst sehr harten fremdbestimmten Planänderung, die sich letztendlich zum Glück doch nur auf zwei Monate bezog.
Ich entdeckte förmlich meine Spontanität und sogar die Liebe zum Sommer. Umgeben von Menschen, mit denen das Leben einfach Spaß machte, hatte ich es mit dem Ortswechsel dann doch nicht mehr so eilig – es war gerade alles gut, genau so wie es war – aber er war nun nicht mehr abzuwenden.
Der Abschied fiel mir nun wirklich nicht mehr leicht. Ich ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit vielen tollen Erinnerungen und wichtigen Erkenntnissen.
Ich glaube, im letzten Jahr sehr viel gelernt zu haben, über mich, das Leben und auch über andere Menschen.

Veränderungen machen Angst oder erzeugen Vorfreude. Möglicherweise auch beides. Je nachdem, was für ein Typ Mensch man ist. Meinen (großen) Respekt vor Veränderungen werde ich wohl niemals verlieren, aber ich sehe in den Veränderungen auch Chancen und wenn es „nur“ zu neuen persönlichen Erkenntnissen führt. Genau diese helfen uns schließlich selbst zu wachsen.

Und letztendlich muss ich sogar zugeben, dass im Bezug auf berufliche Veränderungen (oder wie man das nennen möge) mein Plan A aufgegangen ist und ich mit meinem Studium einen kleinen Neuanfang gemacht habe. Dieser Plan A musste nur erstmal heranreifen und nun muss er seine „Richtigkeit“ in der Praxis beweisen.

Damit es trotzdem nicht langweilig wird, werde ich zum Monatswechsel schon wieder umziehen, weshalb sich auch die Umzugskartons mit aufs Bild geschlichen haben.