[206] Blümchen im Abendlicht

[206] Grazing LightMakro | 100mm | f/3.5 | 1/100s | ISO 400

Es wurde mal wieder etwas später bis ich es rausgeschafft habe und zunächst war auch das Licht nicht so besonders. Als ich dann aber übers Feld lief und da ein größtenteils verblühte Blumenwiese fand, kam die Sonne hinter den Wolken raus und zauberte mir eine ganz tolle Gegenlichtsituation.

Was mich außerdem ganz besonders erfreute, waren diese Kornblumen. Den ganzen Sommer suche ich nach Kornblumen, Jahr für Jahr, und finde soooo selten mal welche…da muss es erst Herbst und ich krank werden, damit die Kornblumen und ich zusammen finden. Entsprechend schwer fiel mir übrigens auch die Entscheidung fürs Tagesfoto.

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[205] Regnerische Tage

[205] TeardropsMakro | 100mm | f/2.8 | 1/30s | ISO 400

Ein nasser Tag vor zwei Wochen, nicht schön, aber wenn man ihn mit den heutigen Tag vergleicht, war er wohl doch sehr schön. Da waren die Temperaturen wenigstens noch sehr angenehm.
Heute schien mir der Winter ausgebrochen zu sein. Nachmittags immernoch die selbe einstellige Temperatur wie morgens früh, dazu viel Wind und Regen.

Und ganz genauso fühle ich mich auch gerade. Die erste Herbstdepression, oder so. Ich würde gerade einfach gern schlafen. Ganz lange. Und erst wieder von warmen Sonnenstrahlen geweckt werden und einen wunderschönen (freien) Tag begrüßen.
Stattdessen wird mein Wecker aber wieder um halb 5 klingeln und mich aus dem warmen Bett raus in den kalten, stürmischen und nassen Herbst schicken.

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[204] Das Beste kommt zum Schluss

[204] FarewellTele | 135mm | f/4.5 | 1/100s | ISO 200

Was für ein Tag. Das Wetter hat mal wieder alles ausgepackt was ging und als es dann Nachmittag stürmte, hagelte und regnete, sah ich mich schon mit einem langweiligen grauen Foto. Tatsächlich habe ich dann auch erstmal von drinnen versucht den Hagel / Regen auf dem Dach zu fotografieren, was aber nicht wirklich gelang. Fotos hatte ich aber ja trotzdem…irgendwie.
Das einzige, was dabei gelang war übrigens die Überschwemmung auf der Fensterbank.

Bevor ich mich dann irgendwann zum Abendessen begab, sah ich einen sehr hübschen rot-orangenen Himmel, der nur schnell festgehalten wurde. Beim Essen sah ich dann so im Augenwinkel unglaublich schönes rotes Licht und schon war ich wieder aufm Sprung und rannte erstmal mit der Kamera raus.

Wenn ich da zum Beispiel an diese beiden Fotos denke, fühle ich mich mal wieder bestätigt, dass die Farben beim Sonnenuntergang nach einem Gewitter noch viel schöner und besonderer sind, als ein “normaler” Sonnenuntergang an wolkenlosem Himmel nach einem schönen Sommertag.

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[203] Herbstblätter

[203] Autumn LeavesMakro | 100mm | f/2.8 | 1/250s | ISO 100

Egal wo ich bin, wenn ich mich in meiner Umgebung umsehe, frage ich mich immer, wo diese wunderschönen bunten Herbstwälder eigentlich sind.
In meiner Heimat, habe ich gefühlt nur Nadelwälder mit vereinzelten Laubbäumen, die dann aber auch eher unspektakulär sind und überall anders ist es auch irgendwie nicht so bombastisch. Einzelne Pflanzen / Bäume ja, aber nirgens wollen mir orangene Bilderbuchherbstwälder begegnen.
Stattdessen gibt es also einfach nur Nahaufnahmen…bis ich dann doch mal so einen Wald finden sollte.

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[202] Die Tage werden kürzer

[202] Mystic NightfallTele | 300mm | f/5.6 | 1/500s | ISO 100

Eine ganz neue Erkenntnis^^
Ich habe gerade das Gefühl, dass meine Zeit der Sonnenuntergänge wieder angebrochen ist. Einfach dadurch, dass es ja schon wieder recht früh dunkel wird, ergibt sich das halt viel schneller, als mitten im Sommer, wo man dafür bis 9 oder 10 Uhr abends warten muss.

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[200] Krank, aber glücklich

[200] Spotted WoodpeckerTele | 300mm | f/5.6 | 1/160s | ISO 250

Es ging mir zwar nicht gut – neben den Kopf- und Ohrenschmerzen hat die betroffene Kopf- bzw. Gesichtshälfte auch noch gejuckt wie blöde, inklusive leichtem Ausschlag, was ich mal als Nebenwirkungen meiner tollen Medikamente gewertet habe, die ich dann zum Teil auch noch am Freitag abgesetzt habe, weils mir zu blöd wurde.

Wie auch immer. Das Wetter war großartig, frische Luft ist immer gut und Fotos wollten auch gemacht werden. So bin ich also rausgegangen, an den nahe gelegenen Fluss. Unterwegs gabs nur Bäume und einen langweiligen Pilz. Am Wasser angekommen, habe ich erstmal irgendwie in der Gegend rumfotografiert, widmete mich dann den Wasserläufern und saß dann da auf der Treppe der Kanueinstiegsstelle rum.

Immer wieder schön diese Ruhe und die Natur um einen rum. Perfekt zum Nachdenken und Abschalten. Wie ich dort dann so rumsaß und dachte, dass ich eigentlich auch mal wieder aufstehen und gehen könnte, habe ich auch mal wieder gemerkt wie sehr ich das genieße, dass ich gar nicht gehen will.
Zum Aufstehen bewegte mich dann ein klopfendes Geräusch über mir.

Dort im Baum entdeckte ich einen Buntspecht. DIE Gelegenheit!
Das Licht war gut, der Specht relativ nah, nur ganz viel Laub im Weg. Also mal vorsichtig und langsam gucken, wie man den am besten bekommt. Mit der Zeit wanderte er am Stamm immer mal höher, aber irgendwie fand ich Löcher im Laub und mit dem manuellen Fokus klappte es auch mit der Schärfe ganz gut.

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[199] Geisterhaft

[199] GhostlikeWeitwinkel | 20mm | f/14 | 35s | ISO 200

Für das erste lange Oktoberwochenende hatte ich eigentlich ganz andere Pläne, aber da ich ja nun krank war, entschied ich mich dazu doch nach Hause zu meinen Eltern zu fahren. Gesund pflegen lassen, zu Ärzten gehen können, die ich kenne und so^^

Da der Donnerstag in der Schule immer recht lang ist, wars auch schon ungefähr dunkel, als ich endlich zu Hause ankam. Nach dem Essen war es dann auch wirklich stockduster und so stand ich da mit meinem Talent und dachte so “Heeeey, Nachtfotografie!”. Ich bin zwar im hinterletzten Kaff, in dem man – die ausgeprägt Ü80-Fraktion – sich darüber beschwert, dass es an der einzigen Bushaltestelle am inoffiziellen Dorfplatz *hust* kein Licht gibt, aber ein paar Straßenlaternen gibts ja doch.

[197] Hauptsache ein Foto

[197] Garden Scene50mm | f/2 | 1/20s | ISO 200

Es war mal wieder schon recht spät und mir fehlte noch ein Foto. In meinem grandiosene Zustand – am Vormittag war ich btw. beim Arzt gewesen und hatte nun Schmerztabletten, die wohl verschrieben werden, wenn sonst nichts mehr hilft und selbst deren Wirkung fand ich zweifelhaft – ging es dann auch nur noch kurz vor die Tür.

Wo ich hier jetzt gerade wieder einen Tag hab, an dem tatsächlich nur ein Foto übrig geblieben ist, hinterfrage ich mal wieder meine Ordnerstruktur auf der Festplatte. Ich habe zwar gar keine große Lust, die über den Haufen zu werfen, aber so Gedanken hat man ja doch mal und da nehme ich das doch direkt mal als Anlass das ganze hier weiter auszuführen.

Meine aktuelle Ordnerstruktur geht ganz einfach vom Datum aus. Das heißt ich habe für jedes Jahr einen Ordner und darin befinden sich dann halt die Tage (Monat – Tag in Zahlen, also für den 15. Oktober z.B. 10-15). Ab und zu kommt da hinter dann noch ein Stichwort bzw. eine kurze Beschreibung zum Inhalt. In den Ordnern landen dann die exportierten JPEGs und in einem Unterordner habe ich die RAW-Dateien untergebracht, weil mich die bloß stören, wenn ich mir die Bilder dann mal im Explorer angucken möchte.

So sieht das dann z.B. in der Übersicht in Lightroom aus:

Ordnerstruktur

Sooo…zum einen habe ich mal überlegt, ob ich in den Jahresordner noch Monatsordner anlegen sollte, einfach damit die Liste nicht so lang ist, aber letztendlich frage ich mich gerade wozu ich überhaupt Ordner habe.

Mit Lightroom kann ich die Fotos nach quasi allem filtern. Die ganzen Datumsordner sind theoretisch gar nicht nötig, weil ich in Lightroom danach suchen kann. Der sagt mir sogar, was für ein Wochentag das jeweils war. Nähere Bezeichnungen? Kann ich Stichworte vergeben? Abgebildete Menschen? Kann ich ebenfalls als Stichworte hinzufügen. Ebenso verhält es sich mit sämtlichen anderen Motiven / Jahreszeiten / Stimmungen / was immer man in Stichworte packt oder packen will. Soweit jedenfalls die Theorie.
Zusätzlich hat man gefühlt unendlich Möglichkeiten Bilder nach Kamera, Objektiv, Brennweite, Verschlusszeit usw. usf. zu durchsuchen.
So komme ich gerade zu dem Fazit, dass mir Lightroom viel mehr und viel bessere Möglichkeiten bietet, als es eine Ordnerstruktur jemals könnte.
Ich könnte mich aber trotzdem nicht komplett von den Ordner verabschieden, weil das dann auf der Festplatte extrem chaotisch aussehen würde und außerdem brauchen exportierte JPEGs ja auch irgendeinen Platz, an dem man sie wiederfindet.

Laber Rhabarbar…was mich eigentlich interessiert: Wie macht ihr das? Wie habt ihr eure Ordner / Fotos auf der Festplatte strukturiert? Wer von euch nutzt überhaupt Lightroom bzw. nutzt ihr dort die Möglichkeiten zur Organisation?